Schnell mal konvertieren

Also, ihr lieben Salafisten, bei uns in der Schweiz und in Europa, ich hab mich ja jetzt wirklich eine Weile nicht mehr persönlich gemeldet. Tut mir leid. Ich kämpfe noch immer mit meinem Körper, der viel lieber im Bett liegen möchte und schlafen, als sich mit dem Weltgeschehen auseinanderzusetzen. Zeitung lesen wird zur Grenzerfahrung, der Kopf ist gefühlt ein Schleimbeutel. Ihr kennt das. Bei euch ist das unabhängig von Erkältungen so. Lesen würde ja bilden. Und im Kopf Schleim, das scheint Aufnahmekriterium bei euch zu sein.

So kann ich seit Tagen nur in Zeitlupe denken. Und fühle mich euch deshalb ganz nah. Hab mir schon überlegt, ob ich konvertieren sollte, und beim IZRS um Aufnahme bitten. Aber wer weiss, dann werde ich vielleicht doch noch eines Tages gesund, meinem Körper und Geist geht es eventuell n Tick besser, und was dann? Schon wäre ich wieder völlig überqualifiziert. Selbst in himmeltraurigem Zustand stelle ich fest, dass ich mich weder zum Islamisten noch zum Faschisten eigne. Irgendwas muss in meiner Kindheit falsch gelaufen sein.

Dabei wäre es doch so einfach. Plötzlich muss ich mir keine Gedanken mehr machen. Per se. Weil Denken ist nicht. Stattdessen lieber Glauben. Ohne Sinn und Verstand, wörtlich. Mein „Gott“, wäre das praktisch. All die Fragen, Krisen, Traurigkeiten im Leben, einfach delegieren nach oben. Zu Allahchen oder eurem Bestseller. Da würde sich dann jede Antwort finden lassen. Interpretieren, in die Realität umdeuten, alles unnötig. Einfach Copy Paste, passt schon. Das Konvertieren zum Islam ist ja so einfach wie in keiner anderen Religion. Drei Zeugen, einmal n Glaubensbekenntnis, fertig. Sache von zehn Sekunden.

Mit dem Austreten aus der Gemeinschaft habt ihrs halt weniger locker. Wer mal Moslem ist, und sich dann doch für was anderes entscheidet, der sitzt ein bisschen, wie soll man´s am besten ausdrücken… N Adress- und Namenwechsel würden in keinem Fall schaden, sagen wir so. N bisschen Polizeischutz ist auch keine blöde Idee, speziell, wenn die Person sich öffentlich dazu bekennt. Was ja auch eine bodenlose Frechheit ist, wir verstehen uns. Wer so was tut hat´s ja auch nicht anders verdient. Genauso wie eigentlich alle Kuffar.

Und Ungläubige, das ist das praktische bei euch, hat´s ohne Ende. So gehen euch die Zielscheiben nie aus. Und nein, das ist keine unpassende Wortwahl. Letzthin hat euer Chef vom IZRS auf der hauseigenen Page n bisschen die „bösen Zionisten“ gewarnt. Davor, die Al Aqsa Moschee auf dem Tempelberg in Jerusalem zu besetzen. Das ist echt witzig. Bisher dachte ich immer, es sei umgekehrt: Es dürfen keine Juden auf den Tempelberg, umgekehrt aber Muslime an die Klagemauer darunter. Aber ich lerne gern dazu. Kann mich ja mal irren. Und wenn jemand schon dem Namen nach quasi „Weisse Weste“ heisst, muss es wohl stimmen.

Egal. In meinen besseren Momenten bin ich in letzter Zeit also n bisschen unmotiviert durchs Internet gesurft. Der Kauf von Weihnachtsgeschenken muss angedacht werden. Jedes Jahr wieder eine Herausforderung, zumal ich in meiner Umgebung nicht einfach jedem einen Koran in die Finger drücken kann, mit eurer Aufforderung: „Lies!“ Das würde in meiner Familie falsch verstanden. Alles Ungläubige. Und grundsätzlich möchte ich vermeiden, Gutscheine zu verschenken, weil irgendwie zu unpersönlich. Zu sehr Notlösung. Ich muss also gleich weitersurfen, und schauen, was sich unter den heidnischen Baum legen lässt, vor dem dann alle satanische Lieder über stille Nächte singen. Hätte ich Geld übrig, ich würde euch Islamisten ja ne Mitgliedschaft schenken. Von Exit. Mit nahem Ablaufdatum.

Dass ihr das Problem nicht habt mit den Geschenken lässt mich schon fast wieder überlegen, ob ich nicht doch konvertieren sollte. So bis Anfang Januar. Dann träte ich aus. Und würde umziehen und meinen Namen ändern. In diesem Sinne also: Frohes shoppen, ihr Kuffar. Euer (noch genannter) Chris.

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